Unsere Corona-Hotline

Von 8:00 – 16:00 Uhr erreichbar unter:

0471 986 931 00

Corona-Hotline - Fragen an die Hotline – Was darf in die Hotline?

Bitte prüfen Sie zunächst, um welche Frage es konkret geht und ob diese einem der folgenden Punkte zugeordnet werden kann:

Verdachtsfall – Bin ich oder ist ein Mitarbeiter ein echter Verdachtsfall? – Abklärung der Kontaktverhältnisse, etc. 
Risikogruppe und allgemeine Fragen zum Virus – Gehöre ich oder ein Mitarbeiter zu einer Risikogruppe? Wenn ja, wie sollen sich Unternehmen und Mitarbeiter verhalten? Was möchte ich noch über das Virus wissen?
Betriebsabläufe und allgemeine Fragen zum betrieblichen Umgang – Was bedeuten einzelne Umstände für das Unternehmen? Wie können bestimmte Maßnahmen und Empfehlungen umgesetzt werden?

FAQ

10 PUNKTE - Worauf sollten wir momentan den Fokus legen?

  1. Strahlen Sie weiterhin Ruhe aus und treffen Sie klare und konsequente Entscheidungen und kommunizieren Sie darüber transparent – es sind momentan zu viele Änderungen in zu kurzer Zeit für viele Mitarbeiter!
  2. Die interne Taskforce (Vorgesetzter, Corona-Beauftragter, WAZ) für die Abarbeitung von Corona-Fällen sollte stehen – denken Sie an unsere 24/7-Begleitung über notfall@waz-fh.de
  3. Da wo es zu eng im Unternehmen wird, empfehlen wir nach dem Arbeitsschutzstandard SARS-CoV-2 vom BMAS eine Mund-Nase-Schutz-Pflicht – sei es mit von Ihnen gestellten MNS oder privat mitgebrachten.
  4. Belassen Sie weiterhin alle Arbeitsplätze, für die es möglich ist, im Homeoffice – Mitarbeiter, die darunter eher „leiden“, sollten zurückkommen ins Unternehmen kommen (…und die gibt es auch!).
  5. Halten Sie direkten Kontakt zu Ihren Mitarbeitern im Homeoffice, Rundmails reichen nicht. Fördern Sie den Kontakt innerhalb der Teams im Homeoffice. Das Sehen und Gesehen werden von Menschen und Arbeitsergebnissen ist wichtig, damit nicht der Eindruck entsteht, dass der eigene Arbeitsbeitrag egal sei.
  6. Machen Sie gute Ergebnisse und den Übergang von Improvisation zu einer neuen Routine anhand von guten Beispielen „best practice“ sichtbar.
  7. Treffen Sie sich weiterhin regelmäßig, möglichst per Telefon oder Videochat im Rahmen des Krisenstabs – es gibt immer neue Fragen und Änderungen zum Thema .
  8. Bzgl. der betriebsinternen Fiebermessungen, die im Arbeitsschutzstandard des BMAS beschrieben sind, sollten Sie diskutieren – nicht überall machen diese Sinn und sie werden aktuell in arbeitsmedizinischen Fachkreisen stark diskutiert – wir glauben, das sie eher psychologischerseits wirken im Sinne „Wie geht es Dir heute?“
  9. Erstellungen Sie Corona-Gefährdungsbeurteilungen (siehe Checkliste Arbeitsschutzstandard) – diese Dokumentation sollte man langfristig vorhalten können.
  10. Der Arbeitsschutzstandard SARS-CoV-2 vom BMAS ist kein Gesetz, sondern ein Standard. Die relevanten Arbeitsschutzgesetze sehen vor, dass im Einzelfall mit Begründung abgewichen werden darf. Das ist besonders relevant, wenn sich die Datenlage zum Coronavirus schneller ändert als der Standard. Dies müsste man in einer Gefährdungsbeurteilung aber sehr gut begründen.
  11.  

ARBEITSSCHUTZSTANDARD

Arbeitsschutz gilt weiter – und muss bei einem schrittweisen Hochfahren der Wirtschaft zugleich um betriebliche Maßnahmen zum Infektionsschutz vor SARS-CoV-2 ergänzt werden!
Wenn sich wieder mehr Personen im öffentlichen Raum bewegen, steigt das Infektionsrisiko – und damit das Risiko steigender Infektionszahlen und Überlastung des Gesundheitswesens. Dazu ist ein hoher Arbeitsschutzstandard notwendig, der dynamisch an den Pandemieverlauf angepasst wird.

Sozialpartnerschaft nutzen, Arbeitsschutzexperten einbinden, Angebot arbeitsmedizinischer Vorsorge ausweiten!
Eine gelebte Sozialpartnerschaft in den Betrieben hilft gerade jetzt, die notwendigen Schutzmaßnahmen wirksam im betrieblichen Alltag zu verankern. Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit beraten den Arbeitgeber bei der Umsetzung des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards und unterstützen bei der Unterweisung. Die Betriebe bieten ihren Beschäftigten zusätzliche freiwillige, ggf. telefonische, arbeitsmedizinische Vorsorge an.

Der Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern wird universell auch bei der Arbeit eingehalten – in Gebäuden, im Freien und in Fahrzeugen!
In den Betrieben werden entsprechende Absperrungen, Markierungen oder Zugangsregelungen umgesetzt. Wo dies nicht möglich ist, werden wirksame Alternativen ergriffen.

Abläufe werden so organisiert, dass die Beschäftigten möglichst wenig direkten Kontakt zueinander haben!
Schichtwechsel, Pausen oder Anwesenheiten im Büro werden durch geeignete organisatorische Maßnahmen entzerrt, Kontakte der Beschäftigten untereinander werden im Rahmen der Schichtplangestaltung auf ein Minimum reduziert.

Niemals krank zur Arbeit!
Personen mit erkennbaren Symptomen (auch leichtes Fieber, Erkältungsanzeichen, Atemnot) verlassen den Arbeitsplatz bzw. bleiben zu Hause, bis der Verdacht ärztlicherseits aufgeklärt ist. Hier sind auch die Beschäftigten gefragt, ihre gesundheitliche Situation vor Arbeitsbeginn zu prüfen, um ihre Kolleginnen und Kollegen nicht in Gefahr zu bringen.

Zusätzlichen Schutz bei unvermeidlichem direkten Kontakt sicherstellen!
Wo Trennung durch Schutzscheiben nicht möglich ist, werden vom Arbeitgeber Nase-Mund-Bedeckungen für die Beschäftigten und alle Personen mit Zugang dessen Räumlichkeiten (wie Kunden, Dienstleister) zur Verfügung gestellt.

Zusätzliche Hygienemaßnahmen treffen!
Waschgelegenheiten bzw. Desinfektionsspender werden vom Arbeitgeber bereitgestellt, um die erforderliche häufige Handhygiene am Ein-/Ausgang und in der Nähe der Arbeitsplätze zu ermöglichen. Kurze Reinigungsintervalle für gemeinsam genutzte Räumlichkeiten, Firmenfahrzeuge, Arbeitsmittel und sonstige Kontaktflächen verbessern den Infektionsschutz weiter. Auf die verbindliche Einhaltung einer „Nies-/Hustetikette“ bei der Arbeit wird besonders geachtet!

Arbeitsmedizinische Vorsorge nutzen; Risikogruppen besonders schützen!
Viele bangen um ihre Gesundheit. Arbeitsmedizinische Vorsorge beim Betriebsarzt ermöglicht individuelle Beratung zu arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren. Auch Vorerkrankungen und Ängste können hier besprochen werden. Wird dem Arbeitgeber bekannt, dass eine Person einer Risikogruppe angehört, ergreift er die erforderlichen individuellen Schutzmaßnahmen.

Betriebliche Beiträge zur Pandemievorsorge sicherstellen!
Um schnell auf erkannte Infektionen reagieren zu können, erarbeiten Arbeitgeber betriebliche Routinen zur Pandemievorsorge und kooperieren mit den örtlichen Gesundheitsbehörden, um weitere möglicherweise infizierte Personen zu identifizieren, zu informieren und ggf. auch isolieren zu können. Beschäftigte werden angehalten, sich bei Infektionsverdacht an einen festen Ansprechpartner im Betrieb zu wenden.

Aktive Kommunikation rund um den Grundsatz „Gesundheit geht vor!“
Der Arbeitgeber unterstützt aktiv seine Beschäftigten. Führungskräfte stellen vor Ort klar, dass Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten Priorität haben. Alle zusätzlichen betrieblichen Infektionsschutzmaßnahmen und Hinweise werden verständlich erklärt und ggf. erprobt und eingeübt.

ALLGEMEINE Präventive Maßnahmen

Bitte halten Sie grundsätzlich einen Mindestabstand von 1,5 bis 2 Metern.

Warum sollten wir die Sitzordnung in den Pausenräumen noch weiter anpassen?

Um weiterhin auch in Sozialräumen und Kantinen ein Infektionsrisiko zu reduzieren, sollten Sitzordnungen angepasst werden. Es empfiehlt sich, dass an einem Tisch alle Mitarbeiter in der gleichen Blickrichtung sitzen. Die Empfehlung nur jeden zweiten Sitzplatz zu besetzen, besteht weiterhin. Die Änderung der Empfehlung beruht auf mehreren Begehungen in Unternehmen diese Woche, wo zu sehen war, dass Mitarbeiter noch immer zu dicht aufeinander sitzen.

 Welche Masken mit welchen Eigenschaften gibt es für den Arbeitsalltag?

Um sich und andere vor einer Infektion zu schützen, bieten Masken eine gute Möglichkeit. Es kann dabei (nach unser vereinfachenden Benennung) in „1-Wege“- und „2-Wege“-Masken unterschieden werden. 1-Wege-Masken dienen lediglich als „Spuckschutz“ und schützen den Träger selbst kaum. „2-Wege“-Masken schließen Mund und Nase vollständig ab und verfügen über einen eingebauten Filter. Dadurch wird sowohl der Träger als auch sein Gegenüber effektiv geschützt. Unsere Empfehlung ist es, immer mehr dazu überzugehen, dass jeder Mitarbeiter eine 1-Wege-Maske trägt, wie sie beispielsweise in Asien bereits im Alltag von den meisten Menschen genutzt werden. Dadurch minimiert jeder Einzelne die Ansteckungsgefahr für sein Gegenüber. Je mehr Menschen irgendeine Maske tragen, umso höher der Schutz für alle. „2-Wege“-Masken sollten primär von ärztlichem und pflegerischem Personal genutzt werden. Ein vollständiger Schutz besteht auch bei „2-Wege“-Masken nur, wenn auch der Rest des Gesichts insbesondere die Augen/Bindehäute geschützt wird. Hierzu dienen Schutzmasken oder Brillen.

Aufsetzen und Umgang mit mehrfachem Umgang von FFP 2 und 3-Masken

Umgang mit FFP-Masken: Die äußere Oberfläche der FFP-Maske darf nicht mit Mund, Nase, Schleimhäuten oder ungeschützten Händen in Berührung kommen. Die innere Oberfläche darf nicht mit den Händen berührt werden. Die Schutzhandschuhe sind nach Abnehmen der FFP-Maske unverzüglich zu entsorgen, die Hände sind sofort zu desinfizieren.
Wiederverwendung von FFP-Masken (bei mangelndem Nachschub): FFP-Masken können in Notfällen täglich von ein- und derselben Person täglich mehrfach verwendet werden (Schutzhandschuhe (s.o), vor und nach dem Absetzen gründliche Händedesinfektion). Maske nach Gebrauch trocken an der Luft aufbewahren (nicht in einem geschlossenen Behälter). Es muss sichergestellt sein (Kennzeichnung), dass die Maske ausschließlich von einem Träger benutzt wird.

Wie könnte dabei ein sinnvoller Ansatz im Unternehmen sein, bei der bekannten Ressourcenknappheit? Und warum könnte es problematisch sein, als Arbeitgeber einen einfachen Mehrwegmundschutz anzubieten?

Da sie als Arbeitgeber nur einen geeigneten Atemwegs-Eigenschutz im Sinne des Arbeitsschutzes ausgeben können, sind einfache (häufig selbstgenähte) Mehrwegmasken (sog. „Community-Masken“) als problematisch zu betrachten. Es könnte passieren, dass ein Mitarbeiter sie als Arbeitgeber rechtlich angeht, wenn er nachweisen könnte, von ihnen einen insuffizienten Atemwegsschutz erhalten und sich dadurch von einem Kollegen angesteckt zu haben. Wenn sie einen Atemwegsschutz auf ihre Kosten und anhand ihrer Gefährdungsbeurteilung aushändigen, muss es den allgemeinen Sicherheitsstandards entsprechen und in diesem Fall mindestens eine suffiziente FFP-2-Maske sein. Von daher gehen bereits einige Unternehmen den Weg der Freiwilligkeit und der Ausgabe von Mehrwegmasken über den Betriebsrat gegen eine kleine Aufwandsentschädigung, welche dann gespendet wird. Insgesamt glauben wir, dass die Mehrwegmasken (sog. „Community-Masken“) das Ansteckungsrisiko senken und befürworten sie daher.

Dabei gilt folgendes:

·       Es ist ein Mehrwegmundschutz, der täglich selbst bei mindestens 60°C gewaschen werden sollte.

·       Es ist keine persönliche Schutzausrüstung im Sinne der Arbeitsschutzgesetze. Das Tragen in der Produktion und am Arbeitsplatz ist aber erlaubt.

·       Es schützt nicht mich, sondern meine Kollegen davor, dass ich sie versehentlich mit feuchter Aussprache konfrontiere bzw. anstecke.

Wie gehen wir mit dem öffentlichen Nahverkehr bzw. mit dem Weg unserer Mitarbeiter zur und von der Arbeit um?

  • ÖPNV: In Rücksprache mit dem Betriebsleiter von Bremerhavenbus sind die Fahrgastzahlen insgesamt aktuell rückläufig. Durch weniger Fahrgäste sinkt das Infektionsrisiko in den Bussen. Zusätzlich sind in den Bussen Sitzplätze gesperrt, um den Abstand zwischen den Fahrgästen zu vergrößern und die Infektionsgefahr zusätzlich zu reduzieren. Des Weiteren kann man nur noch hinten einsteigen und ist klar vom Busfahrer getrennt.
  • Auto in Fahrgemeinschaften: eigentlich ist die Sitzordnung je nach Anzahl der Mitfahrer zu eng und sollte überdacht werden
  • Auto alleine: sinnvoll
  • Fahrrad: sinnvoll
  • Zu Fuss: sinnvoll

Der „Bleibe-unter-15-Minuten!“-Plan

Aufgrund der allgemein empfohlenen Beurteilung von Kontaktpersonen nach dem RKI, Menschen mit einem länger als 15-Minuten Gesicht-zu-Gesicht-Kontakt zu Corona positiven Menschen zu isolieren, ist hier unser Ziel, unter diese Zeit zu bleiben. Dadurch wird eine aktive Risikominimierung für eine Infektion stattfinden.

  • Kontaktzeit mit anderen Menschen auf maximal 15 Minuten am Stück begrenzen
  • Bei Kontakt Abstand (mindestens 1 Meter) einhalten
  • Wichtige Personen/Positionen für den Betriebsablauf räumlich voneinander trennen (Mitarbeiter mit gleicher/ähnlicher Funktion in unterschiedlichen Büros unterbringen) – fällt ein wichtiger MA aus, müssen alle anderen engen Kollegen in Quarantäne!
  • Abteilung-/Prozesseinheiten möglichst klein halten und von den anderen Mitarbeitern örtlich und zeitlich trennen
  • Meetings möglichst verschieben oder telefonisch/online abhalten
  • Bei notwendigen Meetings Teilnehmerlisten führen, um im Zweifel eine Nachvollziehbarkeit zu garantieren – man kommt dabei über die 15-Minuten-Kontaktzeit
  • Zutritt zum Unternehmen durch Externe vermeiden
  • Pforten und Anmeldungen nur einzeln betreten
  • Abstand halten:
    • An den Tischen im Pausenraum (nur noch einzeln besetzen oder 1 Meter Abstand einhalten)
    • In den Raucherecken
    • In den Umkleidekabinen
    • Auf den Toiletten
    • In der Kantine (Tische wenn möglich einzeln besetzen oder 1 Meter Abstand einhalten)

Was machen wir mit schwangeren Mitarbeiterinnen?

Nach allen bisherigen Studien zu COVID-19-Infektionen zeigten sich keine Kindesschädigungen. Da die Datenlage dazu aber sehr dünn ist, empfehlen wir alle Schwangeren nach Hause zu schicken und dies über ein Beschäftigungsverbot des Gynäkologen zu regeln.

Was sind wesentliche Vorerkrankungen, die das Risiko erhöhen, schwerer an dem Coronavirus zu erkranken? (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Neben Alter (Ältere erkranken doppelt so häufig wie übrige Erwachsene und der Krankheitsverlauf ist schwerer, Kinder erkranken kaum und haben meist einen milden Krankheitsverlauf, Schwangere haben ein normales Altersrisiko und einen entsprechenden Krankheitsverlauf) und Geschlecht (Männer stärker betroffen als Frauen) spielen Vorerkrankungen für den Verlauf und die Sterberate der Erkrankung eine große Rolle wie die erhobenen Zahlen (Mitte Februar 2020) aus China zeigen:
– Herz- und Kreislauferkrankte (Zustand nach Herzinfarkt, Herzschwäche, Zustand nach Schlaganfall): Sterbequote in China von 10,5%
– Diabetiker: 7,3%
– Atemwegserkrankungen (Asthma, Raucherasthma (COPD), Sarkoidose, Asbestose): 6,3%
– Bluthochdruck: 6,0%
– Immunsuppression (Krebs-, Rheuma-, Autoimmunerkrankte): erhöhte Sterbequote, die aber noch nicht statistisch bekannt ist
Die Sterberate in China beträgt in China laut WHO 0,7%, in Italien fast 3% in Deutschland bisher 0,0 %

Was ist, wenn keine Desinfektionsmöglichkeit vorhanden ist? Bringt Händewaschen etwas?

-Wenn kein Desinfektionsmittel vorhanden ist, nützt gründliches Händewaschen (mind. 20 Sekunden und danach gründlich trocknen) vielleicht, um die Keimzahl um bis zu 85% zu reduzieren. Aber da bisher keine gesicherten Erkenntnisse darüber vorliegen, wie viele Viren vorhanden sein müssen, um eine Infektion aus zu lösen, können keine eindeutigen Vorhersagen getroffen werden.

Warum gerade jetzt mit dem Rauchen aufhören?

Das Coronavirus breitet sich momentan weltweit aus und sorgt auch bei uns in Deutschland für Verunsicherung und massive Einschränkungen im alltäglichen Leben. Vermehrter Stress, psychische Belastungen, Entbehrungen, Verbote, warum sollte man sich da freiwillig auch noch das Rauchen abgewöhnen wollen? Nicht trotz sondern wegen Corona aufhören! Auch wenn man noch nicht ganz genau weiß ob bzw. wie sehr das Rauchen zu einem schwereren Krankheitsverlauf im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus beiträgt, so ist es absolut logisch, dass eine Lungenkrankheit Raucher schwerer trifft als Nichtraucher. Rauchen schwächt außerdem allgemein das Immunsystem und macht uns somit anfälliger für Infektionen! Tun Sie nicht nur Ihrer Lunge, sondern Ihrer gesamten Gesundheit einen Gefallen. Holen Sie sich in diesen eingeschränkten Zeiten ein Stück Freiheit zurück und lassen Sie ihren Alltag nicht mehr von den Zigaretten diktieren. Wir beraten und unterstützen Sie dabei per Telefon oder Videochat! Bei Interesse bitte unter info@waz-fh.de melden. Das ganze ist für Sie und die Mitarbeiter kostenfrei und wird über die Krankenkasse Knappschaft-Bahn-See als BGF-Maßnahme finanziert.

BETRIEBLICHE PRÄVENTIVE MASSNAHMEN

Gibt es noch genauere Angaben zur Desinfektion des Coronavirus?

SARS-CoV-2 gehört, wie viele andere humanpathogenen Viren (Influenza, Ebola, Mumps, Masern, Noro) zu den behüllten Viren. Sie sind durch Desinfektionsmittel einfacher zu inaktivieren als ungehüllte Viren. Daher sind zur Händedesinfektion besonders Ethanol-basierte Mittel (z.B. Sterilium Virugard) mit einem Gehalt ab 62% Ethanol wirksam. Zur Gewährleistung einer sicheren Wirkung muss die gesamte Oberfläche der Hand ausreichend benetzt werden. Hierfür werden mindestens 3ml benötigt. Danach müssen die Hände an der Luft trocknen.
Auf unbelebten Oberflächen kann das Coronavirus länger überleben – Kälte und hohe Luftfeuchtigkeit verlängern die Überlebensdauer. Daher empfiehlt es sich in den Bereichen, in denen sich Erkrankte aufhalten, die Flächen zu desinfizieren. Der Weltapothekerverband FIP hat eine Liste mit gegen Corona wirksamen Agenzien zur Flächendesinfektion zur Verfügung gestellt:

  • UV-Strahlung, Hitze 56°C für 30 min., Ether, 75% Ethanol, chlorhaltige Desinfektionsmittel (1000mg/l) wie Natriumhypochlorid (aber nicht Chlorhexidin) und Chlordioxid (500mg/l), Peressigsäure und Chloroform
  • Bereits 0,5% Wasserstoffperoxid oder 0,1% Natriumhypochlorid sind innerhalb einer Minute wirksam.
  • Zur sonstigen Hautdesinfektion werden 0,5% jodbasierte Mittel und H2O2 empfohlen.
  • Schleimhautdesinfektion: 0,5% jodbasierte Mittel
  • Raumluft: Peroxyessigsäure, Chlordioxid, H2O2 etc.
  • Kontamination: mit chlorhaltigen Desinfektionsmittel (5.000 – 20.000 mg/l) getränkte saugende Einwegmaterialien benutzen
  • Textilien (Kleidung, Bettwäsche): 60°C-Wäsche, chlorhaltige Desinfektionsmittel (500mg/l), Ethylenoxid
  • Sind keine Fertiglösungen verfügbar, können Apotheken diese nach WHO-Vorgaben selbst herstellen bestehend einmal aus Ethanol, Wasserstoffperoxid, Glycerol und Wasser bzw. Isopropanol, Wasserstoffperoxid, Glycerol und Wasser.

Wie sucht man ein geeignetes Desinfektionsmittel aus?

Wie bekommen immer wieder Anfragen zum Thema Desinfektionsmittel und deren korrekte Beschaffung. Wir haben von einem befreundeten Betriebsärztlichen Dienst eine gute praktische Anleitung erhalten. Siehe Checkliste Desinfektionsmittel. Aufgrund der höheren Hautbelastung durch vermehrtes Hände waschen und/oder desinfizieren, treten nun auch mehr Hautprobleme der Hände bei Mitarbeiter auf. Hierzu werden wir einem der nächsten Updates berichten.

Wie wird ein Büroarbeitsplatz desinfiziert von einem MA der Corona positiv getestet wurde? Ein pragmatische Anleitung.

Ausgangslage: Der gefährlichste Ort ist die Büroküche. Auf dem Henkel einer nicht von einer Spülmaschine (mindestens 60°C) gereinigten Tasse befinden sich die meisten Keime, danach folgen die Wasserhähne, danach die Mikrowellentüren und Griffe der Kühlschranktüren. Auch benutztes Geschirr und Spülschwämme- bzw. Lappen als auch Geschirrtücher sind ausnahmslos Brutstätten für Keime. Türklinken nicht zu vergessen.

Vorgehen: Nur mit Spülmaschine mit Temperatur von mindestens 60°C Geschirr spülen, Spülschwämme und Lappen sowie Geschirrtücher ebenfalls täglich wechseln und bei über 60°C waschen. Die Reinigungskraft sollte die Handschuhe nach erfolgter Oberflächendesinfektion mit Chlordioxid 500mg/Liter oder sonstigen chlorhaltiger Mittel 1000mg/7Liter bzw. Alkohollösungen mit mind. 75% sofort entsorgen.

Büroarbeitsplatz: Spitzenreiter der Keimbelastung ist das Telefon, danach folgt der Schreibtisch, dann die Maus und die Tastatur und dann die Stifte, Stuhlarmlehnen, Schrank- und Türgriffe.

Vorgehen: Wie in der Büroküche mit Handschuhen, FFP3-Maske und Schutzbrille arbeiten. Die Tastatur, die Maus und den Bildschirm mit einem speziellen geeigneten Druckluftspray in Kombination mit fuselfreien Tüchern reinigen. Die Oberflächen mit Chlordioxid etc. (siehe oben) reinigen und danach Handschuhe entsorgen.

Inwieweit sind Duschräume gefährlich für die Verbreitung von dem Corona-Virus?

Das Coronavirus wird weder durch Dusch- oder Badewasser übertragen sondern durch Tröpfcheninfektion. Empfehlung: In Duschräumen sind dieselben persönlichen Schutzmaßnahmen (in die Ellenbeuge nießen etc.) zu beachten wie sonst auch. Jeder sollte nur sein eigenes Handtuch benutzen und dieses bei 60°C waschen, nur Einmal-Trockentücher in Toiletten und Duschen, Verkürzung der Desinfektionsintervalle.

Kann der Coronavirus auf Geldscheinen und Lebensmitteln haften und aktiv bleiben bzw. ansteckend?

Zwar können Coronaviren zwischen zwei Stunden bis zu 9 Tagen auf Oberflächen überleben (aktuelle Meta-Analyse der Universitäten Greifswald und Bochum – bisher bekannt – auf Papier 24h, in der Luft wenige Stunden und auf Kunststoff, Metall oder Glas bis zu 3 Tage, nur auf Kupfer wenige Stunden), aber eine Übertragung auf diesem Weg wurde bei über 100.000 Fällen laut Robert-Koch-Institut bisher noch kein Mal dokumentiert und ist daher äußerst unwahrscheinlich

Wie sind Warenlieferungen aus Risikogebieten zu betrachten?

Die Gesundheitsorganisationen WHO, CDC und IATA kommunizieren, dass es keinen Beleg über eine Infektionsausbreitung mit Coronaviren durch den Kontakt mit Gegenständen, Paketen oder Sendungen gibt. Das gilt auch für diejenigen, die aus Gebieten stammen, in denen Krankheitsfälle gemeldet wurden. Eine besondere Behandlung dieser Lieferungen ist nicht angezeigt. Allgemein sollte bei der Bearbeitung von Paketen und Sendungen eine regelmäßige Handhygiene erfolgen, um eine Infektion mit Krankheiten zu vermeiden.

Das RKI formuliert: „Bei Coronaviren, die respiratorische Erkrankungen verursachen können, erfolgt die Übertragung primär über Sekrete des Respirationstraktes. Gelangen diese infektiösen Sekrete an die Hände, die dann beispielsweise das Gesicht berühren, ist es möglich, dass auch auf diese Weise eine Übertragung stattfindet. Deshalb ist eine gute Händehygiene wichtiger Teil der Prävention. Hingegen ist eine Übertragung über unbelebte Oberflächen bisher nicht dokumentiert.“

Was können wir aus der „Heinsberg-Studie“ und der „Münchener Kohorte“ lernen? Was sind bisher bekannte Hardfacts?

Gerade läuft die wissenschaftliche Auswertung der Münchener Kohorte („Webasto“) und der Heinzberg-Studie. Wir haben aus Vorabveröffentlichungen und TV-Interviews die wichtigsten Informationen extrahiert – bitte bewerten Sie diese Informationen vorsichtig, sie sind noch nicht vollumfänglich wissenschaftlich bestätigt:

  1. Ansteckungsketten anfangs über junge, mobile Menschen – daher oft milder Verlauf
  2. Keine Ansteckung durch Haustiere
  3. Keine ansteckungsfähigen Viren auf Türklinken in infizierten Haushalten, auch wenn im Abstrichtest dort Nachweise von (totem) Corona-Erbmaterial zu finden war
  4. Ansteckung über direkten Kontakt (Gesicht-zu-Gesicht), in Einzelfällen auch ganz kurz (Infektionsereignis: kurze Worte beim Anreichen eines Salzstreuers von Rücken zu Rücken) – daher Umgebungsschutz durch Mund-Nase-Schutz, notfalls auch selbstgenäht, sinnvoll
  5. Vorübergehender Geruchs-/Geschmackverlust als Symptom, was man von normaler Erkältung oder Grippe abgrenzen kann
  6. Durch konsequente Testungen und Nachverfolgung können die Infektionsketten unterbrochen werden

Aktuelle Kurzzusammenfassung der Studienlage mit für uns wichtigen Aspekten – Auszüge aus dem NDR-Info-Podcast mit Prof. Christian Drosten

  • 4 von 10 Corona-Infizierten haben keine Symptome, sind aber trotzdem ansteckend
  • Der ansteckendste Tag ist der Tag vor Ausbruch der Symptome
  • Die Ansteckungsgefahr nimmt 4 Tage nach Symptombeginn deutlich ab und ist nach einer Woche praktisch bei null
  • Erwachsene und Kinder sind gleich ansteckend, also hier leider keine Entwarnung
  • Eine Herdenimmunität besteht weiterhin nicht
  • Antikörper-Bluttest sind weiter nicht zu empfehlen, es ist zu befürchten dass in 1 von 10 Fällen der Test eine durchgemachte Infektion anzeigt, obwohl man sich noch anstecken kann

Wie können wir mit ausländischen Mitarbeitern umgehen, die in unseren Unternehmen arbeiten wollen/müssen?
Aufgrund der bundesweiten behördlichen Anordnung, dass Mitarbeiter aus dem Ausland eine 14-tägige-Quarantäne einhalten müssen, haben wir mit dem Gesundheitsamt Bremerhaven Kontakt aufgenommen. Hierbei ist zu unterscheiden zwischen Mitarbeitern, die an Land arbeiten und Mitarbeitern, die auf Schiffen tätig sind und dort auch wohnen. Hierzu Auszüge aus der Änderung der Rechtsverordnung des Landes Bremen (siehe auch GBI_Nr_0026), die auf ein einheitliche Abstimmung der Bundesländer zurückgeht.

Prinzipiell ist immer bei der Einreise in das Bundesgebiet eine 14-tägige Quarantäne einzuhalten.

Ausnahmen sind (bei Symptomlosigkeit) möglich und jeweils im Einzelfall mit dem Gesundheitsamt Bremerhaven und bei Vorlage eines klaren Konzeptes abzustimmen. Siehe die offizielle Hilfestellung zur Antragsstellung des Gesundheitsamtes.

Symptome & VERDACHTSFALLABKLÄRUNG

Was machen wir wenn ein Mitarbeiter nachweislich Fieber und dazu typische grippale Infektzeichen zeigt?

Es besteht aktuell aus nachvollziehbaren Gründen für alle Beteiligten eine große Unsicherheit, wenn ein Mitarbeiter sich krank meldet oder während der Arbeit das Gefühl bekommt, krank zu werden. Um für die Vorgesetzten eine Orientierung zu liefern, finden Sie hier für beide Fälle einen konkreten Ablaufplan für den Umgang.

In den Lebensmittelfabriken machen wir es nun so, dass ein Mitarbeiter mit nachweislich Fieber >38°C und Infektzeichen sofort einen Abstrich-Schnelltest hier durchführt und vorsorglich nach Hause geschickt wird. Die Temperatur ist dabei der Hauptindikator, um diesen Test auszulösen bzw. zu bekommen. Ohne Fieber oder ohne klares Kontaktereignis mit einem Coronavirus positiven Menschen – kein Test! Da der Selbstabstrich zum Teil wissenschaftlich kritisch gesehen wird, haben wir ein genaues Erklärvideo auf Deutsch und Englisch erstellt. Wir glauben, im betrieblichen Setting wird es nicht anders lösbar sein als einen Selbstabstrich vorzunehmen.

Machen Fiebermessungen am Betriebseingang Sinn?

Ja! Zu diesem Zeitpunkt schon. Es ist ein wenig Aktionismus und ein wenig Gefahrenabwehr, dessen sind wir uns bewusst.

Folgende Kriterien sollten eingehalten werden:

  • Klarer Hinweis zur Freiwilligkeit – „Wir empfehlen eine Fiebermessung zur Wahrung der Betriebsgesundheit! Denken Sie an sich und die Kollegen.“
  • Klare Diskretionszonen, in denen der zu messende Mitarbeiter und der die Messung Durchführende alleine sind
  • Abstimmung mit dem Betriebsrat, wenn vorhanden
  • Kontaktlose Messung per Infrarot-Thermometer an der Stirn des Mitarbeiters, zur Not Messung der Ohrtemperatur (Hinweis: Thermometer sind aktuell ausverkauft
  • 37,5 bis 37,9°C Grenzbereich – nach Hause schicken wenn zusätzlich der Mitarbeiter über Husten, Grippe ähnliche Beschwerden klagt oder schlecht aussieht (Fischereihafensprache „scheiße aussieht“)
  • Ab 38,0°C – nach Hause schicken
  • Keine Dokumentation der Temperaturen
  • Dokumentation der Fälle, die nach Hause geschickt wurden

Warum sollten wir jetzt für den „Fall der Fälle“ jeweils kleine Taskforces gründen?

Für den Fall von positiv getesteten Mitarbeitern im Unternehmen müssen bereits jetzt Vorkehrungen getroffen werden, um schnell handeln zu können. Zu diesem Zweck bietet es sich an, je nach Unternehmensgröße zwei bis drei kleine Taskforces zu bilden. Ziel ist es, im Falle eines positiv getesteten Mitarbeiters schnell reagieren zu können, um eine unternehmensinterne Ausbreitung so gering wie möglich zu halten. Für jede Taskforce sollten die Zuständigkeiten bereits im Vorfeld festgelegt werden (Leitung bestimmen).

Zusammensetzung:

  • Vorgesetzter des positiv getesteten Mitarbeiters – wichtig für die Feststellung der Kontaktpersonen und dem Arbeitsablauf
  • Mitarbeiter aus dem Coranakrisenstab oder der Qualitätssicherung oder der HSE-Abteilung oder jemand geeignetes mit Leitungserfahrung
  • WAZ-Hotline-Support nur über Mail an unsere Ärzte – notfall@waz-fh.de – wir melden uns dann auf eine mitgeteilte Mobilnummer zeitnah zurück – 24/7!

Konkrete Aufgaben:

  • Erste wichtige Fragen: Ist der Mitarbeiter wirklich positiv getestet? Oder ist das ganze nur Gerede? Wer hat die Meldung abgesetzt? Der Mitarbeiter selbst? Der Kollege? Das Gesundheitsamt? Das WAZ?
  • Ermittlung und umgehende Kontaktierung der Kontaktpersonen, die einen direkten Kontakt zum positiv getesteten Kollegen waren, immer mit der Betrachtungsweise: Hatte die Kollegen 15-Minuten-Gesicht-zu-Gesicht-Kontakt?
  • Desinfektionsmaßnahmen einleiten (ein wenig im Sinne eines „Tatortreinigers“)
    • Wo ist der Mitarbeiter rein- und rausgekommen?
    • Was waren seine Laufwege im Unternehmen?
    • Wo hat er sich umgezogen?
    • Wo hat er Pause gemacht?
    • Wo hat er explizit gearbeitet?
    • Auf welche Toiletten ist der Mitarbeiter gegangen?
  • Information an die Unternehmensleitung
  • Information, Aufklärung und Beruhigung an die Kollegen
  • Etc.

Wie sieht eine sinnvolle Taskforce Verdachtsfall-Abarbeitung aus?
Skizziert durch ein paar realistische Ereignisse:

  1. Mitarbeiter meldet, dass er mit einer positiv getesteten Person zusammenlebt

Der Mitarbeiter bleibt umgehend zu Hause, weil er im Sinne des RKI eine Kontaktperson 1. Grades ist. Wir vom WAZ besuchen den Mitarbeiter noch am gleichen Tag und händigen ihm einen „Corona-Selbstabstrich-Test“ aus. Ist der MA negativ getestet, bleibt er zuhause und wir brauchen im Unternehmen keine weitere Nachverfolgung. Der Mitarbeiter sollte das Symptom-Tagebuch des RKI ausfüllen. Er wird dabei auf Wunsch in gewissen Abständen ärztlich über die Corona-Hotline begleitet. Amtliche Quarantäne für 14 Tage.

  1. Mitarbeiter meldet, dass er mit einer in Abklärung (offenes Testergebnis) befindlichen Person zusammenlebt

Hierbei sollte das Testergebnis abgewartet werden. Solange sollte der Mitarbeiter zuhause bleiben. Kurz-Quarantäne übers WAZ. Rest wie bei a) oder c)

  1. Mitarbeiter meldet, dass er Kontakt mit einer positiv getesteten Person hatte

Der Mitarbeiter bleibt umgehend zu Hause und wird entweder vom Unternehmen oder der Corona-Hotline zum genauen Kontaktstatus befragt. Ist er im Sinne des RKI eine Kontaktperson 1. Grades wird wie bei a) verfahren. Amtliche Quarantäne für 14 Tage.

Ist er keinem engen Kontakt ausgesetzt gewesen, wird er auf mögliche Symptome hingewiesen und kann sich bei Auftreten dieser gerne bei seinem Arzt oder dem Gesundheitsamt oder bei der Corona-Hotline melden. Siehe RKI-Grafik.

  1. Mitarbeiter meldet, dass er sich aufgrund von Symptomen testen lässt

Das Testergebnis des Mitarbeiters sollte abgewartet werden. Ansonsten ist man nur Spekulationen ausgesetzt. Erst bei positivem Testergebnis werden Maßnahmen ergriffen bzgl. der Kontaktpersonen-Ermittlung, vorher nicht. So lange das Testergebnis aussteht, sollte der

Mitarbeiter nach unserer Empfehlung zu Hause verbleiben. Kurz-Quarantäne übers WAZ.

  1. Mitarbeiter meldet, dass sein Testergebnis positiv ist

Der Mitarbeiter bleibt umgehend zu Hause. Der Mitarbeiter sollte das Symptom-Tagebuch des RKI ausfüllen. Er wird dabei auf Wunsch in gewissen Abständen ärztlich begleitet über die Corona-Hotline. Amtliche Quarantäne.

Bei einem dieser Fälle können sie jederzeit folgende Corona-Notfall-Email: notfall@waz-fh.de anschreiben und erhalten zeitnah Hilfe bei der Beurteilung der Situation.

Wie wird sich das Gesundheitsamt beim Unternehmen melden, wenn Kontaktpersonen aus dem Betrieb ermittelt werden müssen?

Dies haben wir das Gesundheitsamt Bremerhaven gefragt. Das Gesundheitsamt wird sich die Adresse des Betriebes besorgen und sehr zeitnah anrufen. Es wäre für das Amt hilfreich, wenn sie eine Person im Betrieb benennen würden, die der betriebsinternen Taskforce angehört und Ahnung von der Materie hat. Sprich, es macht Sinn, ihren Telefonannahmestelle zu informieren, diese Anrufe bzw. Rückrufwünsche gezielt an Person X weiterzuleiten.

Arbeitsalltag

Wie gehen wir neben der Coronakrise mit der zum Teil bestehenden betrieblichen „Kommunikationskrise“ um?

Die Krise trifft und wird uns alle auch weiterhin stark treffen. Man kann nur versuchen den Schaden zu minimieren. Dazu empfiehlt sich aus unserer Sicht größtmögliche Transparenz. Speziell die Informationsweitergabe an die Mitarbeiter kann entscheidend sein. Gut informierte und sensibilisierte Mitarbeiter bleiben lange gesund und sind somit der größte, zu beeinflussende Faktor. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter Hinweise und Handlungsempfehlungen für alle Bereiche des täglichen Lebens bekommen. Hierbei sind neben dem Arbeitsplatz auch der Weg zur Arbeit und selbstverständlich der private Bereich zu berücksichtigen. Wer den Betrieb am Laufen halten kann, wird erfolgreicher sein, als jemand der vollständig unterbrechen muss. Wir unterstützen Sie hier auch weiterhin mit umfangreichen Informationen im Rahmen der regelmäßigen Updates oder auf Nachfrage über unsere Hotline.

Was machen wir mit „Trittbrettfahrern“ bzw. Meldungen „Ich habe auch grippale Infektanzeichen und möchte zu Hause bleiben.“?

Wir denken, das der Focus auf die allgemein zu erwartenden einstelligen Prozentwerte von „schwarzen Schafen“ innerhalb der Belegschaft nicht zielführend ist. Unabhängig von sonstigen Krankmeldungspraktiken (z.B. Selbstkrankschreibung) könnte aufgrund der aktuellen Situation eine Maßnahme sein, ab dem ersten Tag einen „gelben Schein“ einzufordern. So würde die Hürde für Trittbrettfahrer höher gesetzt. Dies wird aber das aktuelle kassenärztliche System nicht befürworten, da es zu einer weiteren Überlastung kommen würde! Tatsächliche Verdachtsfälle sollten ja eigentlich automatisch im „System“ landen und ihren Lauf nehmen. Wir raten daher nicht zu dieser Maßnahme. Dabei sollte wie bisher gelten: Vor Arbeitsbeginn schätzt jeder seine Arbeitsfähigkeit ein. Es ist aktuell nicht nötig, bei Bagatellsymptomen wie leichtem Schnupfen vorschnell zu Hause zu bleiben. Bei ernsten Krankheitszeichen, wie Fieber, starkem Husten, Durchfall darf man aber nicht an den Arbeitsplatz kommen.

Insgesamt ist es aus unser Erwägung sinnvoll, auf die Belegschaft einzuwirken, dass dies eine sehr besondere Lage ist und der mögliche wirtschaftliche Kollateralschaden für das Unternehmen nicht zu unterschätzen ist. Wir sollten gerade jetzt alle zusammenstehen, um eine Quarantäne bedingte Schließung oder Teilschließung durch Personalmangel abzuwenden.

Was gibt es Neues zum Thema Kinderbetreuung?

https://www.bremerhaven.de/de/aktuelles/notbetreuung-in-kindertageseinrichtungen-und-schulen-auf-weitere.101408.html 

Wie System relevant ist die Lebensmittelindustrie, bei der Bevorzugung von der Kinderbetreuung?

Zur Systemrelevanz kann man nur allgemeine Formulierungen im nationalen Pandemieplan finden, aber keine konkreten Bestimmungen etwa Bevorzugung von Mitarbeitern bei Kitas.

Hier beantwortet Rechtsanwalt Solmecke alle relevanten rechtlichen und arbeitsrechtlichen Fragen zum Thema Corona Virus. Interessant auch das Thema Reisen ab Min 09.30 … selbst wenn keine offizielle Reisewarnung vorliegt können Pauschalreisen storniert werden, wenn ein Großteil der Sehenswürdigkeiten geschlossen ist.

Arbeitsrecht: 1:39-8:47
Reisen: 8:48-10:12
Events: 10:13-12:06
„Was darf der Staat?“: 12:07-16:01

Kann man eine staatliche Entschädigung nach einer behördlich angeordneten Quarantäne eines Mitarbeiters erwarten?

Wer aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfsG) als Ausscheider, Ansteckungsverdächtiger, Krankheitsverdächtiger oder als sonstiger Träger von Krankheitserregern Verboten in der Ausübung seiner bisherigen Erwerbstätigkeit unterliegt und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, erhält eine Entschädigung in Geld. Das Gleiche gilt für Personen, die als Ausscheider oder Ansteckungsverdächtige abgesondert wurden oder werden, bei Ausscheidern jedoch nur, wenn sie andere Schutzmaßnahmen nicht befolgen können. Die Höhe der Entschädigung bemisst sich für die ersten sechs Wochen nach dem Verdienstausfall, vom Beginn der siebten Woche an, wird sie in Höhe des Krankengeldes nach § 47 Abs. 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch gewährt. Bei Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber für die Dauer des Arbeitsverhältnisses, längstens für 6 Wochen, die Entschädigung für die zuständige Behörde auszuzahlen. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag von der zuständigen Behörde erstattet. Die Anträge sind innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Einstellung der verbotenen Tätigkeit oder dem Ende der Absonderung zu stellen. Dem Antrag ist von Arbeitnehmern eine Bescheinigung des Arbeitgebers und von den in Heimarbeit Beschäftigten eine Bescheinigung des Auftragsgebers über die Höhe des in dem für sie maßgeblichen Zeitraum verdienten Arbeitsentgelts und der gesetzlichen Abzüge beizufügen.

Was bedeutet das geänderte Kurzarbeitergeld für uns? Insbesondere Produktionsausfall durch Kranke?

Neue Kurzarbeitergeldregelung: Wenn auf Grund der Coronavirus-Pandemie Aufträge ausbleiben, kann der Betrieb bereits Kurzarbeit anmelden und somit Lohnkostenzuschüsse erhalten, wenn mindestens zehn Prozent (bisher 30%) der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind.
Außerdem soll die Bundesagentur für Arbeit jetzt auch die Beiträge zur Sozialversicherung übernehmen. Es soll „vollständig oder teilweise“ auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden verzichtet werden, bevor das Kurzarbeitergeld ausgezahlt wird.Zudem sollen auch Leiharbeitnehmer künftig Kurzarbeitergeld beziehen können.
https://www.bmas.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/kurzarbeitergeld-wird-erleichtert.html

Bei angeordneter Quarantäne wird der vom Arbeitgeber zunächst verauslagte Entschädigungsanspruch für den Mitarbeiter in Höhe des Gehalts ja erstattet. Leider gibt es bislang keine Programme, die greifen, wenn der Krankenstand im Unternehmen bereits aufgrund der hohen Unsicherheit – vielleicht auch aus psychologischen Gründen – steigt.

 

Verschiebung von Erholungsurlaub

In der aktuellen Situation möchten viele Mitarbeiter bereits genehmigten Urlaub nicht antreten und lieber im Homeoffice oder mit entsprechenden Einschränkungen im Unternehmen weiter arbeiten. Diesbezüglich gelten auch weiterhin die allgemeinen Gesetze. Es gilt also, dass bereits genehmigter Urlaub weder vom Arbeitgeber noch vom Arbeitnehmer einseitig geändert werden kann. Hierfür bedarf es einer einvernehmlichen Vereinbarung zwischen den Arbeitsvertragsparteien. Urlaub kann und sollte unabhängig von Reisezielen der Erholung dienen und durch den Mitarbeiter auch in der aktuellen Situation angetreten werden. Dringende Ausnahmesituationen können natürlich individuell besprochen werden, sollten aber nicht davon abhängig sein, ob der Mitarbeiter zur Zeit nicht in den Urlaub fliegen oder fahren kann.

Was gibt es Neues zum Thema Mutterschutz und Corona?

Der Ausschuss für Mutterschutz hat am 14.4.2020 Empfehlungen veröffentlicht. Es gelten weiterhin alle Vorgaben des Mutterschutzgesetztes; es wird auch für Beamtinnen angewendet. COVID-19 ist zwar für Schwangere nach heutigem Stand nicht schlimmer als für andere Menschen, aber insgesamt eine gefährliche Erkrankung vor der Schwangere in besonderem Maße geschützt werden müssen. Es ist für jeden Schwangere zu prüfen, ob eine „unverantwortbare Gefährdung“ vorliegt. Die allgemeinen Vorgaben zum Infektionsschutz, insbesondere der Mindestabstand, müssen eingehalten werden. Als besonderes Risiko werden gesehen: ständig wechselnde Kontakte (etwa im Gesundheitswesen, Verkauf) und regelmäßige Kontakte zu einer größeren Gruppe (etwa im Großraumbüro, Kinderbetreuung). Zusätzliche Maßnahmen müssen geprüft werden; dazu gehören beispielsweise die Versetzung an einen Einzelarbeitsplatz oder ins Homeoffice. Schutzmasken (FFP2/3) sind für Schwangere keine dauerhafte Maßnahme, da sie zu stark belasten. Zum Tragen von Mund-Nase-Schutz/Alltagsmasken gibt es keine Aussagen; wir halten diese aber für sehr sinnvoll – und sie können auch von Schwangeren getragen werden. Wenn die Vorgaben nicht eingehalten werden können, ist ein Beschäftigungsverbot auszusprechen. Ein generelles Beschäftigungsverbot für Schwangere besteht jedoch nicht. Es muss auch kein „Null-Risiko“ sichergestellt werden, dass unterhalb des Alltagsrisikos liegt. Wir unterstützen Sie im Einzelfall bei der Bewertung und Maßnahmenplanung! Besondere zusätzliche Vorgaben für stillende Mütter gibt es nicht. Wenn im Betrieb gestillt wird muss es aber einen Stillraum geben, in dem kein zusätzliches Risiko besteht und der ohne zusätzliches Risiko zugänglich ist.

Darf man die arbeitsmedizinische Vorsorge und/oder Eignungsuntersuchungen aufgrund der aktuelle Krise aufschieben? Welche weiteren behördlichen Ansagen gibt es aktuell?

Ja. Sie Anschreiben des Gewerbeaufsichtsamtes Bremen (COVID-19-Pandemie und arbeitsmedizinische Untersuchungen). Es dürfen viele Vorsorgen bis zum 30.6.2020 geschoben werden. Bzgl. der Eignungsuntersuchungen muss man sich im Unternehmen selbst abstimmen.

Genesung

Wie gehen wir mit genesenen COVID-19-Rückkehrern um?

Wir haben jetzt bereits vereinzelt Mitarbeiter, die von Covid-19 genesen sind. Wie können diese zurück ins Unternehmen gelangen?

Nach Aussage des RKI gelten folgende Kriterien zur Entlassung aus der häuslichen Isolierung:
Ohne vorangegangenen Krankenhausaufenthalt bei leichtem Krankheitsverlauf
(unser häufigster Fall)

1.     Frühestens 14 Tage nach Symptombeginn

2.     Symptomfreiheit seit mindestens 48 Stunden bezogen auf die akute COVID-19-Erkrankung (nach Rücksprache mit ärztlicher Betreuung)

Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Entlassmanagement.html

Erweiterung vom WAZ (Vorschlag der gerne vom uns aus in Anspruch genommen werden kann):

3.     Telefonische Freigabe über unsere Corona-Hotline (Arzt-Patienten-Gespräch über noch mögliche Symptome) mit Ausstellung einer „Eignungsbescheinigung COVID-19“ – wieder zur Arbeit „geeignet/fit“ oder zur Arbeit „ungeeignet/unfit“

Ein Corona-Selbstabstrichttest macht am Ende der Erkrankung keinen Sinn, weil viele der genesenen Patienten weiterhin positiv im Rachen getestet werden, obwohl sie nicht mehr ansteckend sind. Die abgestorbenen Virusreste, nicht mehr infektiösen Anteile, im Rachen lassen leider den Test positiv ausfallen. Dieser Test zu dieser Zeit würde uns alle nur weiter verunsichern. Hier muss man dann ganz nach der Krankheitszeit von durchschnittlich 14 Tagen gehen und den typischen Symptomen: Halsschmerzen, trockener Husten, Fieber, Geruchs- und Geschmacksverlust, Gliederschmerzen, allgemeine Schlappheit.

Quarantänezeit für Kontaktpersonen 1.Grades – NEUES beschleunigtes Verfahren für Bremerhaven für kritische Infrastruktur (Lebensmittelproduktion, Energieversorgung, Gesundheitssektor, etc.)

In Rücksprache mit dem Gesundheitsamt Bremerhaven dürfen wir ab sofort bei Systemrelevanten Mitarbeitern ein beschleunigtes Verfahren zur Quarantäne-Verkürzung anwenden, wenn sie Kontaktpersonen 1.Grades nach den Regeln des RKI sind.

  • Der Systemrelevante Mitarbeiter (z.B. klassischerweise der Betriebselektriker) wird als Kontaktperson 1.Grades ermittelt und muss sich auf Ansage des Gesundheitsamtes in Quarantäne begeben
  • Um die 14-tägige Quarantäne zu verkürzen dürfen nun im Ersatzverfahren zwei negative Corona-Selbststrichtests am Tag 0 und Tag 6 der Quarantäne und Symptomfreiheit, diese frühzeitig beenden
  • Der Mitarbeiter erhält hierzu von uns und auf Kosten des Unternehmens die Abstriche nach Hause geliefert und von uns sehr zeitnah ins Labor verbracht mit einem Ergebnis jeweils zum Abend des gleichen Tages
  • Der Selbstabstrichtest am Tag 0 entlastet wie bereits mehrfach berichtet alle Kontaktpersonen der Kontaktperson und das reduziert die betriebliche Unruhe um einen solchen möglichen „Verdachtsfall“
  • Der Selbstabstrichtest am Tag 6 beinhaltet eine wissenschaftlich fundierte Corona-Inkubationszeit und somit bei einem negativen Ergebnis Sicherheit für alle

Unbedenklichkeitsbescheinigungen/Freigabe von allen anderen Erkrankungen als COVID-19
Wir bekommen zunehmend mehr Anfragen in der Hotline, Mitarbeiter nach durchgemachter Krankheit wieder gesund zu schreiben. Wir bieten eine solche „Gesundschreibung“ per Eignungsbescheinigung nur für genesene COVID-19-Mitarbeiter an. Wir glauben, dass es auch nur hier Sinn macht. Alle andere Mitarbeiter mit grippalen Infekten oder sonstigen Erkrankungen, können sich wieder selbstständig gesund melden. Falls diesbezüglich jedoch noch Unklarheiten und/oder Unsicherheiten bestehen, steht unsere Hotline jederzeit für Rückfragen zur Verfügung. Eine Unbedenklichkeit sprechen wir dem Mitarbeiter gegenüber gerne telefonisch aus. Diese Aussage kann dann vom Mitarbeiter zum Vorgesetzen weitergegeben werden.

Testung

Coronavirus-Abstrichtest - Deutsch

Coronavirus-Abstrichtest - Englisch

Abstrich-Testungen & SARS-CoV-2-PCR-Untersuchungen

Es ist sinnvoll schnellstmöglich Finanzbudgets für kommende Abstrich-Tests von Mitarbeitern vorzuhalten. Wir werden in Zukunft mehr testen müssen. Fragen zu anderen Testverfahren brauchen sie nicht mehr zu stellen. Alle andere Testverfahren (Schnelltests, Bluttests, etc.) werden nicht vom RKI empfohlen und bringen uns auch nicht weiter. Preis in Absprache mit unserem Labor: 90€/Test. Verfügbarkeit: unter Vorbehalt der weiteren Entwicklung.

Wie aussagekräftig ist der Corona-Abstrichtest?

Der Corona-Test besteht aus einem Abstrichtupfer, mit dem eine Probe aus Rachen und/oder Nase abgewischt wird. Dann wird im Labor das Erbmaterial des Erregers nachgewiesen („RT-PCR“). Das Ergebnis steht in der Regel nach 24 Stunden fest. Wenn der Test positiv ausfällt ist das sehr sicher – hier liegt der Test fast nie falsch. Der Test kann aber eine im frühen Stadium befindliche Erkrankung übersehen, ist dann also „falsch negativ“ – wie oft das vorkommt ist unklar. Wir vom WAZ haben Tests nun da, werden diese aber nur in besonderen Situationen ausgeben und zum Selbstabstrich anleiten. Die Testung wird dann in Bremerhaven durchgeführt und kostet 60€/Test. Die Standardtestung läuft über die sich im Aufbau befindlichen Corona-Ambulanzen der kassenärztlichen Vereinigungen. Infos hierzu über die Bürgerhotline 115 oder die Nummer des ärztlichen Bereitschaftdiensts 116 117.

Schnelltests aus dem Blut sind nicht geeignet, da sie nicht den Erreger sondern die Reaktion des Körpers auf den Erreger messen – sie erkennen die Krankheit damit zu spät, erst nach etwa einer Woche.

Ein neuer Schnelltest von Roche „cobas SARS-CoV-2“ auf das Virus wird die Testdauer stark verkürzen, wahrscheinlich 3,5 Stunden. Für uns noch nicht verfügbar.

Corona-Selbstabstrich-Test

Der „Corona-Selbstabstrich-Test“ wird mit einem Tupfer aus Rachen und Nase gewonnen. Das ist kurz unangenehm, tut aber nicht weh. Es ist wichtig, den Abstrich tief in Nase und Rachen durchzuführen. Der Test muss im Labor untersucht werden. Der Test sucht die Erbsubstanz des Virus und reagiert auf nichts anderes. Wenn er „positiv“ ist, dann ist man sicher infiziert. Infiziert heißt nicht „todkrank“ – viele Menschen werden nur leicht krank – aber wenn man infiziert ist kann man andere anstecken. Der Test kann die Krankheit früh finden, wenn man erst wenig Symptome hat.
Es gibt demnächst neue Tests, was die Labore schneller arbeiten lassen wird – leider gibt es den Test noch nicht für die Arztpraxis oder für zuhause (siehe auch Frage zum Boschgerät). Das Testverfahren heißt „PCR“.

Wir wenden den Firmen finanzierten Selbstabstrich-Test nur an, wenn…

  • …der Mitarbeiter eindeutige Symtome und Fieber hat
  • …der Mitarbeiter längerfristig auf einem Schiff oder einer Plattform in der Nord- und Ostsee arbeiten wird
  • …der Mitarbeiter, eine Kontaktperson 1. Grades ist, um alle weiteren Kollegen (die somit Kontaktpersonen der Kontaktperson sind) zu beruhigen bzw. Entwarnung zu geben
  • …der Mitarbeiter eine systemrelevante Position im Unternehmen hat, ohne die Anwesenheit dieses Mitarbeiters, das Unternehmen einen technischen Schaden nehmen würde (Beispiel: Kühlmaschinisten in der Lebensmittelindustrie)

Der „Danach-Test“ ist ein Antikörpertest aus dem Blut. Dieser Test wird auch als Schnelltest beworben, weil man ihn selber ohne eigenes Labor durchführen kann und sofort das Ergebnis bekommt. Leider kann der Test die Krankheit erst finden wenn sich der Körper richtig gegen das Virus gewehrt hat. Das dauert 1-2 Wochen. Der Test kann also die Krankheit erst spät finden. Er kann nicht sagen, ob man jetzt im Moment krank ist. Im Moment wissen wir noch nicht alles über den Test – wir hoffen, dass der Test zeigen kann, ob man schon Corona hatte und dann sicher ist, nach dem Motto: „Ich hatte es schon und bin durch damit.“ Bitte fragen Sie noch nicht nach dem „Danach-Test“, wir melden uns, wenn es so weit ist.

Was machen wir, wenn wir die ersten Fälle innerbetrieblich haben?

Wir würden hierbei empfehlen, so wie die Behörden vorzugehen und folgende Tagesmeldung an alle transparent rauszugeben, damit die innerbetriebliche Gerüchteküche nicht überhandnimmt. Siehe auch WAZ-Corona-Hotline-Dokumenation.

Tagesmeldung vom xx.03.2020; Stand: xx.xx Uhr

Gesamtlage
Insgesamt x positiv bestätigte Fälle, davon heute x neue positive Fälle

Begründete Verdachtsfälle
x neue Fälle bzw. Kontaktpersonen

Häusliche Quarantäne
Insgesamt x, davon heute x neue Personen

Dokumente

Englisch

Deutsch

Hinweise zum Umgang mit erkrankten Personen

Template for certificate of employment for employers

Hinweise zur angeordneten Isolation

Advice on ordered isolation

Hinweise zur Selbstisolation

Advice on self-isolation 

Empfehlungen zum Umgang mit erkrankten Mitarbeitern

Recommendations for dealing with infected employees

Quarantänenachweis für den Arbeitgeber

Quarantine confirmation for the employer

Vorlage Beschäftigungsnachweis für Arbeitgeber

Template for certificate of employment for employers

Tagebuch Kontaktpersonen

Diary Contact persons

Kontaktpersonennachverfolgung

Contact tracing

Informationspapier Mutterschutz und SARS-CoV-2

Information paper on maternity protection and SARS-CoV-2

Mentale Gesundheit in der Krise

Mental health in the crisis

Plakat "Ich schütze meine KollegenInnen"

Poster „I protect my colleagues“

Sars-Cov-2 Arbeitsschutzstandard

Sars-Cov-2 occupational health and safety standard

Zu Hause arbeiten

How to Homeoffice

Plakat Unterschied Mund-Atemschutz

Poster difference face mask & respirator mask

Checkliste Desinfektionsmittel

Checklist disinfectant

Checkliste Arbeitsschutzstandard

Industrial safety standard

Arbeitsmedizinische Untersuchungen während Corona

Occupational medical examinations during corona

Coronaverordnung Bremen

Corona regulation Bremen

Genehmigung zur Abweichung von der Coronaverordnung Bremen

Permission to deviate from the corona regulation Bremen

Antragsstellung Quarantäne-Reduktion für ausländische Mitarbeiter

WAZ-Coronavirus-Appell

Aktuelle Zahlen